Programm

Dienstag, 12. Juni 2007


9.00 Uhr: Begrüßung
Vorstellung des Matheon

9.30 Uhr: Zuverlässige Herzschrittmacher und umweltfreundlichere Spielkonsolen - wozu man Mathematik gebrauchen kann (Uli Sack)

Elektronikschrott ist giftig und ein defekter Herzschrittmacher hat offensichtliche Nachteile. Wie diese beiden Probleme zusammenhängen und was Mathematiker zu ihrer Lösung beitragen, ist Thema dieses Vortrages.

9.50 Uhr: Blutige Fingerabdrücke: wie die Mathematik hilft, Krankheiten zu identifizieren (Tim Conrad)

Proteomics umfasst die Erforschung des Proteoms, d.h. der Gesamtheit aller in einem Organismus (z.B. Mensch) vorhandenen Proteine. Im Gegensatz zum eher statischen Genom ist das Proteom hoch dynamisch, d.h. die Zusammensetzung wie auch die Konzentration der einzelnen Proteine ändert sich über den Tag teilweise dramatisch und wird beeinflusst durch z.B. Umwelteinflüsse, Medikamente oder Krankheiten.
In jedem Tropfen Blut befindet sich ein Cocktail von hunderttausenden von Proteinen und jeder Zustand des Organismus hinterlässt in dieser Mixtur einen Fingerabdruck. Dieser Vortrag stellt Methoden zur Erkennung dieser Muster vor und gibt einen Einblick in die dafür benötigte Biologie, Mathematik und Informatik.

10.10 Uhr: Vorführung: 3D Laser-Scanner (Ulrich Reitebuch)

Wie bekommt man die Form eines Objekts in den Computer? Wir werden einen 3D Laser-Scanner vorführen und die Funktionsweise erklären.

10.30 Uhr: 3D-Scans, schöne Formen und Seifenhäute (Ulrich Bauer, Klaus Hildebrandt)

Bei der Erstellung von 3D-Modellen aus realen Objekten mit einem Laserscanner entstehen durch Messungenauigkeit "verknitterte" Oberflächen. Wie man die Geometrie der Seifenblasen nutzen kann, um Rauschen zu entfernen und Formen zu verschönern, werden wir in dem Vortrag erläutern.

10.50 Uhr: MESH - Ein Film zur Visualisierung der Geometrie (Konrad Polthier)

Die regulären Platonischen Körper aus der Antike und die Dreiecksnetze der Oberflächen von modernen CAD-Modellen, von virtuellen Charakteren in Hollywood Filmen und von numerisch simulierten Flächen erscheinen in der diskreten Geometrie als nahe Verwandte. Der vollständig computeranimierte Film MESH erzählt anschaulich die Geschichte der diskrete Flächen und spannt einen Bogen von Plato über Kepler, Newton und Leibniz bis hin zu modernen Optimierungsverfahren und industriellen Anwendungen. Der Vortrag berichtet über die mathematischen Hintergründe und die technische Produktion von MESH, und zeigt einen Ausschnitt aus der DVD.

Im Anschluss: Pause


11.30 Uhr: Vertiefendes Gespräch mit einem der Vortragenden

12.15 Uhr: Verabschiedung


  Veranstaltungsort:

  Freie Universität Berlin
  Mathematikgebäude (Arbeitsbereich Matheon)
  Raum 130
  Arnimallee 3
  14195 Berlin

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