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Gesundheitsforschung und Medizintechnik
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Matheon in der Chirurgie
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Kieferchirurgische Eingriffe sind häufig sehr kompliziert und haben große Auswirkungen
auf das Aussehen der Patienten. Bisher ließ sich jedoch nicht genau voraussagen, ob das Ergebnis einer
Operation mit dem übereinstimmen wird, was der Arzt geplant hat. Mit Hilfe der computerunterstützten
Operationsplanung lassen sich unangenehme überraschungen vermeiden. Mitarbeiter des Matheon entwickeln
Methoden, um aus computertomografischen Daten anatomisch genaue 3D-Objekte oder so genannte „virtuelle Patienten”
herzustellen. Mit Hilfe dieser Modelle können die Ärzte Operationen detailliert planen. Selbst die Ergebnisse von
schwierigen Eingriffen lassen sich so millimetergenau vorhersagen.
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Matheon in der Onkologie
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Jährlich sterben in Deutschland 210.000 Menschen an Krebs. Der Bedarf an innovativen, wirksamen Therapien
ist groß. Eine Möglichkeit, tief liegende, inoperable Tumore zu behandeln, ist die Hyperthermie:
Das Tumorgewebe wird durch Hitzeeinwirkung geschwächt. Dabei besteht allerdings die Gefahr, dass auch gesundes
Gewebe angegriffen wird. Das lässt sich nur vermeiden, wenn der Therapeut die Wärmeentwicklung genau dosieren
und steuern kann.
Wie aber wird die Wärme in verschiedenen Gewebetypen und in den Blutgefäßen gespeichert und weiter geleitet?
Mitarbeiter des Matheon beschäftigen sich mit dieser Frage.
Sie entwickeln mathematische Modelle, mit deren
Hilfe sich die Wärmeverteilung simulieren und optimieren lässt.
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Matheon in der Radiologie
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Moderne bildgebende Verfahren in der Medizin liefern eine Unmenge an Daten.
Diese Daten werden durch Softwareprogramme wieder zu Bildern zusammen gesetzt, die dem Arzt erlauben sollen,
eine möglichst eindeutige Diagnose zu stellen.
Wie verlässlich sind solche Bilder? Welche Daten sind real, welche sind messungsbedingtes Rauschen? Forscher am
Matheon liefern überzeugende mathematische Lösungsansätze für diese Fragen.
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Matheon in der Pharmakologie
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Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Mathematiker: Wie gut ein Arzneistoff
wirkt, hängt auch davon ab, wie rasch er vom Körper aufgenommen wird, wie er sich im Organismus verteilt
und wieder ausgeschieden wird.
Diese so genannten pharmakokinetischen Eigenschaften spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Medikamenten.
Allerdings bringt die Pharmaforschung so viele potenziell wirksame Substanzen hervor, dass es unbezahlbar wäre, ihre
pharmakokinetischen Eigenschaften an Tier und Mensch zu testen.
Mathematiker des Matheon suchen deshalb nach Wegen, um komplexe
Stoffwechselvorgänge am Computer zu simulieren. Sie berechnen das Verhalten von Arzneistoffen im Körper und versuchen
Wirkungsabläufe am Computer vorherzusagen.
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Matheon in der Molekularbiologie
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Moleküle zappeln und tanzen. Bei der Entwicklung neuer Medikamente kommt es darauf an,
den Punkt zu bestimmen, wo ein Molekül an ein anderes ankoppeln kann. Wissenschaftler am
Matheon sind Experten für die Erstellung von mathematischen
Methoden für die thermodynamische Simulation von Molekül-Interaktionen.
Mit ihrem Verfahren ist es möglich, bei gegebener dreidimensionaler Targetstruktur einen passenden Wirkstoff
zu konstruieren, den Bindungsmodus festzustellen und den Wirkungsmechanismus zu analysieren. Damit ist ein
gezieltes Drug Design ebenso möglich wie eine Prognose der Wirkung.
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