Mathe klingt gut
Eine Veranstaltung des DFG-Forschungszentrum Matheon
Mathematik und Musik, ein Widerspruch? Natürlich nicht! Ob Johann Sebastian Bach oder Wolfgang Amadeus Mozart, auch
schon Komponisten des Mittelalters oder des Barock , alle haben
sich auch mathematischer Methoden bedient. Noch deutlicher wird dies bei vielen modernen Komponisten. Die computergestützte Musik macht es überdeutlich: Musik und Mathematik
sind unzertrennlich.
Das Berliner Forschungszentrum MATHEON möchte einige
Aspekte dieser engen Beziehungen verdeutlichen. Nicht mit
mathematischen Formeln! Denn „Mathe klingt gut“ soll keine
akademische Veranstaltung sein, sondern eine informative und
beschwingte Reise durch die mathematische Musik und die
musikalische Mathematik, ein Nachmittag für alle, für Kinder
und Jugendliche ebenso wie für Erwachsene, zum Mitmachen,
Staunen, und Zuhören.
Mit Unterstützung von:
Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG)
Siemens-Stiftung
Spektrum-Verlag
Springer-Verlag
Das DFG-Forschungszentrum MATHEON wird von den drei Mathematikinstituten der Berliner Universitäten sowie dem Konrad-Zuse-
Zentrum und dem Weierstraß-Institut getragen. Seit 2002 wird es
von der DFG gefördert. Das MATHEON sieht seine Aufgabe darin,
individuelle Lösungen für moderne Technologien zu entwickeln.
Die hohe wissenschaftliche Exzellenz des Zentrums ist weltweit
anerkannt.
Schwerpunkte sind mathematische Grundlagen für die Schlüssel-
technologien Lebenswissenschaften, Logistik, Verkehr und
Telekommunikationsnetze, Produktion, Schaltkreissimulation und
optische Komponenten, Finanzen und Visualisierung.
|
MATHE KLINGT GUT
Ein Nachmittag für die ganze Familie
Schirmherr:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin
Klaus Wowereit
7. November 2009
12:00 - 20:00 Uhr
Hören, Sehen, Mitmachen bei
getanzter und gesungener Mathematik
Improvisationen, Konzerten, Perfomances
Workshops, Vorträgen und Ausstellungen
Mathematikgebäude der TU Berlin
Straße des 17. Juni 136
U-Bahn Ernst-Reuter-Platz
S-Bahn Tiergarten
Eintritt frei
|
|
Programm
PDF download
|
Poster als PDF download
|
|
12.00 Uhr
|
Eröffnung
Volker Mehrmann (Mathematiker/Sprecher des
DFG-Forschungszentrums MATHEON)
|
|
12.15 Uhr
|
Gesungene und getanzte Mathematik
Live Performance
Die sinnliche Darstellung getanzter Mathematik stimmt auf
die enge Beziehung von Musik und Mathematik ein. Die Choreographie spielt mit mathematischen Objekten, wie etwa
Primzahlen, geometrischen Figuren und Koordinatensystemen. Unterstützt und in Beziehung gesetzt wird dies durch
Videoprojektionen.
Musik: Andrea Wissel-Romefort (Freie Komponistin, Klavierpädagogin, Chorassistentin)
Choreografie: Nadja Raszewski (Tänzerin, Choreographin)
Video: Sushma Gütters (Videokünstlerin)
Dirigent: Jörg Strodthoff (Kirchenmusikdirektor)
Ausführende: Kantorei der Auenkirche Berlin Kompanie der TanzTangente Berlin
Klanginstallation 6x2=1
Die Klanginstallation 6 x 2 = 1 läßt in 6 verschiedenen Taktarten, die von jeweils 2
Instrumenten pro Taktart gespielt werden, 1 Melodie erklingen.
Die Klänge überlagern sich und ergeben eine Einheit.
Der Zuhörende kann sich innerhalb des Klangraumes bewegen und hört - je nach Standort -
die Metrik der jeweiligen Taktarten heraus.
Andrea Wissel-Romefort (Freie Komponistin, Klavierpädagogin, Chorassistentin)
|
|
13.00 Uhr
|
Die „arca musarithmica“ von Athanasius Kircher
Vortrag und Workshop
Bei der „arca musarithmica“ handelt es sich um ein Kästchen
aus dem Jahr 1650, in dem Stäbchen mit Zahlenreihen
aufbewahrt sind, die mit Hilfe einer harmonischen Tabelle
entschlüsselt und in Musik übertragen werden können.
Agnes Bohnert (Musikwissenschaftlerin)
|
|
13.00 Uhr
|
„dessert before noon“
Konzert
Anne Wendt, Stephan Wendt
(Akustik, Gesang, Song Writer)
|
|
13.00 Uhr
|
Rhythmische Strukturen der Musik
Vortrag
Rhythmus ist einer der grundlegendsten Parameter der
Musik. Manche Musikstücke laden zum Mittanzen oder
Mitklatschen ein, andere eher weniger. Das mathematische
Modell der Inneren Metrischen Analyse erlaubt es, diesen
Unterschied zu beschreiben.
Anja Volk (Musikwissenschaftlerin)
|
|
13.45 Uhr
|
Anleitung zur Zwölftonkomposition nebst allerlei Paraliponema
Vortrag mit Musikbeispielen
Klangbeispiele und historischer Abriss über die Entwicklung
der Zwölftontechnik mit besonderer Berücksichtigung des
Lehrwerkes von Hanns Jelinek; Analyse einzelner Zwölftonreihen sowie komplexer Partituren und Klavierauszüge.
Jörg Strodthoff (Kirchenmusikdirektor)
|
|
13.45
|
Hiphop aus Berlin
Konzert
Berliner Kompliment mit 1st July
|
|
13.45 Uhr
|
Klingende Zahlen
Mitmach-Workshop für kleine und große Kinder
Backenschmack, Kopftrommel und indische Tala-Zyklen,
die Flamenco-Klatsch-Falle, der balinesische Schnell- und
marokkanische Langsam-Klatscher sowie die Handbewegungen des polynesischen Tanzes verführen die ganze Familie
zum aktiven Musikmachen.
Michael Bradke (Musiker, Ausstellungsmacher)
|
|
14.30 Uhr
|
Entfernte Resonanzen / Memento Momenti
Performance
Mikrotonale und räumliche Wanderungen auf im Raum
verteilten Klaviersaiten (Monochorden) und Spiralfedern in
ungehemmten Spiel, automatisch traktiert mit CD, Langspielplatten, Nägeln etc.
Michael Maria Kammertöns (Musiker, Architekt)
|
|
14.30 Uhr
|
let the beat build
Workshop
Einführung in das Musikprogramm „reason 4.0”
Marc Romfort (Student);
Julien Arenas-Hadji (Auszubildender)
|
|
|
14.30 Uhr
|
Wellenfeldsynthese an der TU Berlin
Vorführung
Im Wellenfeldsynthese-Hörsaal der TU im Hauptgebäude
wird mit 2700 Lautsprechern ein Orgelkonzert in der Akustik
des Kölner Doms simuliert. Grundlage ist der Gaußsche
Integralsatz.
Stefan Weinzierl (Physiker, Tonmeister/Fachgebiet Audiokommunikation der TU Berlin)
|
|
15.15 Uhr
|
Gesungene und getanzte Mathematik
Klanginstallation 6x2=1
Live Performance
s.o.
|
|
19.30 Uhr
|
Klingende Zahlen
Mitmach-Workshop für kleine und große Kinder
s.o.
|
|
15.15 Uhr
|
Johannes Kepler: mathematische Harmonik – harmonische Astronomie
Vortrag
Das dritte Keplersche Gesetz der Planetenbewegung
kennen die meisten so: „Die Quadrate der Umlaufzeiten
zweier Planeten verhalten sich wie die dritten Potenzen
der großen Halbachsen ihrer Bahnen.“ Bei Kepler steht es
jedoch etwas anders und hat dann einen direkten Bezug
zur Musik.
Simon Rebohm (Wissenschaftshistoriker)
|
|
16.00 Uhr
|
Jazzimprovisationen
Performance
Improvisationen nach „Formeln“ auf der elektrischen Geige.
Valentin Gregor (Violinist und Sänger)
|
|
16.00 Uhr
|
Musik und 3D-Visualisierung
Vortrag und Aufführung
Darstellung der Umstülpung der Sphäre als interaktive
3D-Visualisierung mit begleitender Musik. Die eigens dafür
komponierte Musik wird automatisch in Echtzeit erzeugt
und hängt von den Parametern der 3D-Szene ab
John Sullivan (Mathematiker/DFG-Forschungszentrum MATHEON)
|
|
16.00 Uhr
|
Mathedance
Workshop zum Mitmachen
Nadja Raszewski (Tänzerin, Choreografin)
|
|
16.45 Uhr
|
Konservierung der Musik: Von der Schellack-Schallplatte zum MP3-Player
Vortrag mit Hörbeispielen
Zur historischen Entwicklung der Tonaufnahme und -wiedergabe. Steckt auch Mathematik dahinter? Was lässt sich noch verbessern und wo könnte die Entwicklung hingehen?
Hans-Christian Hege (Physiker, Informatiker/DFG-Forschungszentrum MATHEON)
|
|
16.45 Uhr
|
Entfernte Resonanzen / Memento Momenti
Performance
Michael Maria Kammertöns (Musiker, Architekt)
|
|
16.45 Uhr
|
Stimmung, Mathematik und Physik
Vortrag mit Klangbeispielen
Eine kurze Geschichte der musikalischen
Stimmungssysteme und ihrer Beziehungen zur
Mathematik und Physik
Andrea Gregori (Physiker, Bildender Künstler, Musiker)
|
|
17.30 Uhr
|
Komponieren mit Zahlen
Vortrag mit Klangbeispielen
Details zur Arbeitsweise von Robert Schumann; das Problem der Zahlensymbolik bei Johann Sebastian Bach.
Matthias Wendt (Musikwissenschaftler, Robert-Schumann-Forschungsstelle)
|
|
17.30 Uhr
|
Hiphop aus Berlin
Konzert
Berliner Kompliment mit 1st July
|
|
18.15 Uhr
|
Jazzimprovisationen
Performance
Valentin Gregor (Violinist, Sänger)
|
|
18.15 Uhr
|
Hast Du Töne?
Lesung
Christoph Drösser liest aus seinem neuen Buch “Hast du Töne? Warum wir alle musikalisch sind”.
Christoph Drösser (Mathematiker/Wissenschaftsjournalist, DIE ZEIT)
|
|
19.30 Uhr
|
Abschlusskonzert
Ostinatoprogramm mit Werken von Antonio Valente bis György Ligeti
Rebecca Maurer (Cembalistin)
|
|
Begleitend:
|
Klangwelten und Klangskulpturen
Jan Cziharz, Florian Göschke, Marco Montiel-Soto,
Alexander Sieber und Thomas Wochnik, (Studierende des Master-Studienganges Sound Studies - Akustische Kommunikation der
UdK Berlin / Zentralinstitut für Weiterbildung)
Mathematik für alle Sinne
Mit-mach-Ausstellung
Ehrhard Behrends (Mathematiker/FU Berlin, Institut für Mathematik)
Moderation
Barbara Wahlster (Deutschlandradio Kultur)
|
|
Programm als PDF runterladen
Poster als PDF runterladen
|